5 Fragen an Christel Humme, MdB
1. Wer sind Sie und was machen Sie?
Ich heiße Christel Humme und lebe mit meiner Familie in Witten/NRW.
Nach einem Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Ruhr-Uni in Bochum war ich nach einem Zusatzstudium 25 Jahre Lehrerin an einer Berufs- und einer Gesamtschule in Wanne-Eickel und Witten.
Ich bin seit 1969 in der SPD und seitdem politisch aktiv.
Seit 1998 bin ich direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für die SPD – zunächst für Witten und Bochum, seit 2002 für den nördlichen Ennepe-Ruhr-Kreis mit den Städten Hattingen, Herdecke, Sprockhövel, Wetter und Witten.
In der SPD-Bundestagsfraktion war ich von 2001 bis 2007 Sprecherin für Familien-, Senioren-, Frauen- und Jugendpolitik. Seit 2007 bin ich stellvertretende Vorsitzende meiner Fraktion und somit zusätzlich für die Bereiche Bildung und Forschung zuständig.
2. Wofür setzen Sie sich besonders ein?
Neben der Bildungspolitik sind Familien-, Gleichstellungs- und Jugendpolitik meine besonderen Schwerpunkte.
Ich setze mich für tatsächliche Chancengleichheit ein. Das bedeutet, bestmögliche Förderung für alle Kinder- unabhängig von ihrer Herkunft und dem Portemonnaie ihrer Eltern. Gute Bildung und Betreuung sind der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben. Daher brauchen wir kostenlosen Zugang zu guter Bildung und Betreuung- von der Kita über die Ganztagsschule bis zur Uni. Junge Menschen ohne Schulabschluss verdienen eine 2. und 3. Chance. Daher haben wir das Recht auf einen Hauptschulabschluss durchgesetzt und kümmern uns verstärkt um Ausbildungplätze für junge Leute, damit sie im Berufsleben Fuß fassen können.
Im Berufsleben ziehen Frauen trotz bester Qualifikationen, was ihr Gehalt und ihre Aufstiegschancen angeht, gegenüber Männern in vergleichbarer Position noch zu oft den Kürzeren. Wenn ein Paar eine Familie gründen will, bleibt häufig allein die berufliche Zukunft der Frau auf der Strecke und ihr Wiedereinstieg nach der Babypause fällt schwer.
Unsere sozialdemokratische Familienpolitik hat mit dem Elterngeld viel in Bewegung gebracht. Zusätzlich sorgen wir durch mehr und verlässliche Betreuungsplätze dafür, dass Mütter und Väter Familie und Beruf besser vereinbaren können.
Die demographische Entwicklung stellt unsere Gesellschaft vor besondere Herausforderungen. Ich setze mich für ein stärkeres Miteinander der Generationen ein und will die Potenziale älterer Männer und Frauen stärker fördern.
Leitbild meiner Politik ist eine solidarische Gesellschaft, in der Minderheiten nicht ausgegrenzt, sondern als Bereicherung für alle geschätzt werden.
3. Warum Ihre Partei zur Bundestagswahl 2009 wählen?
Weil die SPD mit einem überzeugenden Programm antritt.
Im Gegensatz zum bisherigen Koalitionspartner, der die Bürgerinnen und Bürger bewusst über viele Punkte im Ungewissen lässt, zeigen wir deutlich, welchen Kurs wir fortsetzen möchten. Verbindliche Regelungen auf den Finanzmärkten, ein gesetzlicher Mindestlohn, gleicher Lohn für gleiche Arbeit für Frauen und Männern, der Ausstieg aus der Atomenergie sowie eine Bürgerversicherung für Alle sind nur einige Beispiele für unsere konkreten Ziele.
Wir haben in einer schwierigen Koalition mit einem konservativen Koalitionspartner vieles umsetzen können.
Mit einer starken SPD wollen wir in der neuen Legislatur unsere erfolgreiche Politik fortsetzen. Wir stehen für eine soziale Marktwirtschaft in einer sozialen Gesellschaft.
4. Welchen Stellenwert hat das Internet in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009?
Ich beobachte schon seit einigen Jahren, nicht nur im Vorfeld von Wahlen, dass das Internet für immer mehr Menschen zu einem besonders wichtigen Informations- und Diskussionsforum geworden ist. Daher sind neben meiner Homepage www.christelhumme.de, den offiziellen Seiten der SPD und unseres Kanzlerkandidaten Frank Walter Steinmeier auch Foren wie Abgeordnetenwatch oder diese Interview-Reihe eine gute Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger, sich konkret über Parteien und Politiker zu informieren. Umgekehrt habe ich als Politikerin durch das Internet die Möglichkeit, mehr Menschen zu erreichen als über traditionelle Kommunikationwege. Dennoch - und zum Glück, finde ich- ersetzt das Internet nie den direkten Kontakt zu den Menschen. Im persönlichen Gespräch oder bei Veranstaltungen in meinem Wahlkreis kann ich mich natürlich viel intensiver mit den Anliegen jedes Einzelnen befassen. Leider ist dies aus Zeitgründen nicht immer so möglich, wie ich es mir wünschen würde.
5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?
Nehmen Sie Ihr Wahlrecht wahr und gehen Sie am 27. September zur Bundestagswahl. Deutschland ist eine starke Demokratie aber sie braucht wachsame und kritische Bürgerinnen und Bürger. Schauen Sie sich die Programme und die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien vor Ort sorgfältig an und lassen Sie sich dabei nicht von Stimmungen und Stimmungsmache blenden!
Ich bin überzeugt, dass nur eine starke SPD im neuen Bundestag weiter für eine soziale und demokratische Politik in Deutschland sorgen kann. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Bürgerinnen und Bürger gerade in Krisenzeiten aufmerksam registrieren, wer ein überzeugendes Regierungsprogramm vorlegt und auch umsetzt und wer sich auf unseriöses oder marktradikales Sprücheklopfen beschränkt.
Wahlkreisbüro
Christel Humme MdB
Annenstraße 8
58453 Witten
Telefon 02302/277 9444
christel.humme (at) wk.bundestag.de
Deutscher Bundestag
Christel Humme MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon 030/22 77 56 02
christel.humme (at) bundestag.de








