5 Fragen an Jens Koeppen, MdB

von duwählst.de am 19.07.2009

1. Wer sind Sie und was machen Sie?

Mein Name ist Jens Koeppen und ich bin Bundestagsabgeordneter für die Region Uckermark und Barnim. Ich wurde 1962 geboren und bin in Schwedt an der Oder aufgewachsen. Nach meinem Schulabschluss an der Polytechnischen Oberschule 1979 habe ich mehrere Ausbildungen zum Elektro- und Antennentechniker durchlaufen (Meister in den Fachrichtungen Industrie-Elektrotechnik und Elektroinstallateur-Handwerk). Nach der politischen Wende habe ich 1990 meine eigene Firma gegründet, die seit 1992 den Namen ANTEL Elektro GmbH trägt. Bis 2006 war ich dort Geschäftsführer, habe mich jedoch dann aus dem Unternehmen zurückgezogen, um mich ganz auf meine politische Arbeit konzentrieren zu können.
In der Politik engagiere ich mich seit dem Ende der 1980er Jahre. Zunächst in der Schwedter Stadtverordnetenversammlung, später, nachdem ich 1997 in die CDU eingetreten bin, als Kreisvorsitzender der CDU-Uckermark. 2003 wurde ich in den Kreistag Uckermark gewählt und bin seit September 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort vertrete ich im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, im Parlamentskreis Mittelstand, in der Kommission „Aufbau Ost“ und der Arbeitsgemeinschaft Handwerk die Interessen der Uckermark und des Barnim.
Ich bin verheiratet und habe eine Tochter. Wenn es die knappe Zeit zulässt, genieße ich mit meiner Familie die wunderschöne Landschaft meiner Heimat, koche leidenschaftlich gerne und treibe Sport.

2. Wofür setzen Sie sich besonders ein?

Als Abgeordneter für die Uckermark und den Barnim mache ich mich in Berlin natürlich besonders für die Interessen dieser Region stark. In meinen Wahlkreisbüros in Prenzlau und Schwedt kümmere ich mich um alle Dinge, die von den Bürgern an mich herangetragen werden. Bei den unzähligen Begegnungen treffe ich interessante Menschen, besuche Unternehmen und lerne tolle Projekte in allen gesellschaftlichen Bereichen kennen. Ich höre von Erfolgen, sehe ehrenamtliches Engagement und erkenne beachtliche Fortschritte in der Wirtschaft. Zugleich erfahre ich aber auch von Sorgen und Problemen. Oft kann ich helfen, Informationen geben oder eine Tür öffnen. Dazu bin ich häufig bei den Menschen vor Ort – höre zu und verstehe.
Als einer von nur wenigen Unternehmern im Bundestag unterstütze ich zudem unbürokratische Lösungsmodelle und fordere mehr Eigenverantwortung. Was wir brauchen, ist keine Verbotsgesellschaft, sondern Technologieoffenheit und die Möglichkeit, selbstständig freie Entscheidungen zu treffen. Politik kann nicht über die Köpfe der Menschen hinweg geschehen. Oftmals wird Kreativität und Unternehmergeist schon im Keim erstickt und hinterher wird dann aufwendig versucht die entstandenen Fehlentwicklungen zu bekämpfen. Statt an Symptomen herumzudoktern sollten wir jedoch Ursachen erkennen, vorhandene Potenziale nutzen und den Mut haben eingefahrene Strukturen zu durchbrechen.

3. Warum Ihre Partei zur Bundestagswahl 2009 wählen?

  • Wir stehen für die Soziale Marktwirtschaft, die sich als stabiles System in der Krise herausgestellt hat. Wir fördern Eigenverantwortung statt staatlicher Gängelung und setzen Anreize an Stelle von Verboten.
  • Bildungschancen für alle! Das darf keine Frage des Einkommens sein. Stattdessen starten wir eine Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive, um den Fachkräftemangel zu beseitigen. Außerdem sind wir Integrationsland: Fördern und Fordern stehen für uns im Mittelpunkt. Gute Sprachkenntnisse und gute Bildung sind unverzichtbar.
  • Ehe und Familie fördern! Dazu zählt die Einführung des Familiensplittings – damit Familien mit Kindern steuerlich entlastet werden. Dazu zählt außerdem echte Wahlfreiheit, weshalb wir die Betreuungsangebote weiter ausbauen und das Betreuungsgeld ab 2013 einführen werden.
  • Wir stehen für die Stärkung des ländlichen Raums und wollen weiter in alle Bereiche des Landes investieren!
  • Wir fördern Energiesicherheit und Klimaschutz zugleich! Für die Bezahlbarkeit von Energie bei gleichzeitigen Anstrengungen für ein besseres Klima erhöhen wir die Anstrengungen in Forschung und Entwicklung.
  • Wir entlasten unsere Bürger! Deshalb treten wir für Bürokratieabbau und ein einfaches Steuersystem ein. Wir werden den Eingangssteuersatz senken und die Wirkung der sogenannten „kalten Progression“ mildern. Und wir werden dafür sorgen, dass der Höchststeuersatz erst ab einem Einkommen von 60.000 Euro gezahlt werden muss.
  • Angela Merkel ist unsere Bundeskanzlerin! Sie steht für Ehrlichkeit und Verlässlichkeit und hat sich international entschlossen und erfolgreich für die deutschen Interessen eingesetzt.

4. Welchen Stellenwert hat das Internet in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009?

Das Internet ist heutzutage als Informationsmedium nicht mehr zu ersetzen. Auf meiner Homepage präsentiere ich daher den Bürgern nicht nur meine politische Arbeit, sondern gebe Aufschluss über aktuelle Entwicklungen und Ergebnisse. Die virtuelle Informationsplattform ist ein wichtiger und vor allem stets sehr aktueller Bestandteil der Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern im Wahlkreis, aber eben auch bundesweit.
Dennoch glaube ich nicht, dass der Wahlkampf hierzulande bereits in diesem Jahr amerikanische Verhältnisse annehmen wird. Videobotschaften und TV-Duelle werden natürlich ihren Einfluss haben, aber der direkte Kontakt zu den Menschen in meinem Wahlkreis Uckermark und Barnim ist letztlich entscheidender als eine Kandidatenseite bei Twitter oder im Facebook.

5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?

Damit wir unseren Worten auch Taten folgen lassen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Doch nicht nur als Politiker bitte ich Sie am 27. September zur Wahl zu gehen, sondern als Bürger eines demokratischen Staates. Und ein solcher Staat braucht engagierte und interessierte Menschen, die sich verantwortungsvoll für den Erhalt unserer freiheitlichen Gesellschaft einsetzen.

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