5 Fragen an Dr. Luc Jochimsen, MdB

von duwählst.de am 11.07.2009

1. Wer sind Sie und was machen Sie?

Mein Name ist Dr. Luc Jochimsen. Ich war drei Jahrzehnte lang Journalistin und bin seit 2005 Politikerin. Ich bin kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag.

2. Wofür setzen Sie sich besonders ein?

Ich setze mich besonders für kulturelle Gerechtigkeit in der Gesellschaft als Teil sozialer Gerechtigkeit ein. Ich setze mich darüber hinaus für eine konsequente Friedenspolitik ein. Und ich möchte, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der „andere Werte“ als Markt und Profit das Sagen haben.

Meine Arbeitsfelder sind:

  • Erinnerungskultur / Gedenkpolitik
  • Verbesserung der sozialen Lage von Künstlern und Kreativschaffenden
  • Stärkung und Verbesserung der kulturellen Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben / Kultur für Kinder
  • Eintritt für die Aufnahme der Kultur als Staatsziel im Grundgesetz
  • Rechtliche Stellung zu Kulturstätten, kultureller Vielfalt / Urheberrecht
  • Restitution von Kulturgut
  • Auswärtige Kulturpolitik
  • Kulturpolitik für Minderheiten

3. Warum Ihre Partei zur Bundestagswahl 2009 wählen?

Weil DIE LINKE die einzige Gegenstimme zur Einheitsmacht der anderen neoliberalen Parteien ist. Wenn es uns im Parlament nicht gäbe, dann gäbe es keine kritische und hörbare Opposition zum Mainstream der Politik des „Weiter so“. Durch unsere Arbeit haben wir Veränderungen erreicht. So kamen unsere Vorschläge zur Rente, zur Lohnentwicklung, zum Sozialstaat und zur militarisierten Außenpolitik wieder ins Parlament zurück – Veränderungen, die die Mehrheit übrigens lieber heute als morgen wieder zurücknehmen würde, wenn wir dort nicht mehr vertreten wären.

4. Welchen Stellenwert hat das Internet in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009?

Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA 2008 hat gezeigt, dass das Internet für die politische Willensbildung immer wichtiger wird. Die Online-Kampagne der LINKEN steht auf drei Säulen:

a) Informations- und Kommunikationsdienst über unsere Website www.die-linke.de / Angebot von multimedialen Inhalten über die Video-Serie „60plus“, in der jeden Freitag Politikerinnen und Politiker der LINKEN in 60 Sekunden Stellung zu aktuellen politischen Themen nehmen;

b) Zusammenarbeit mit verschiedenen Online-Diensten wie Youtube / eigene Seiten und Profile bei den Online-Communities Facebook und Myspace;

c) Aufbau einer eigenen Online-Community zur schnelleren Vernetzung und Organisation von Wahlkampfaktionen.

Das Politikfeld Internet sollte nicht verabsolutiert werden. Aber Politikarbeit ohne das Internet ist heute illusionär.

5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?

Bitte wählt!

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