5 Fragen an Florian Bernschneider, MdB

von duwählst.de am 17.11.2009

1. Wer sind Sie und was machen Sie?

Ich bin 22 Jahre alt, derzeit noch Student der Betriebswirtschaftslehre an einer Dualen Hochschule und seit kurzem Abgeordneter im Deutschen Bundestag.

2. Wofür werden Sie sich besonders einsetzen?

Ich will mich dafür einsetzen, dass die Interessen und Bedürfnisse junger Menschen in Zukunft im politischen Berlin mehr Gehör erhalten. Das gilt gerade im Zusammenhang mit den Herausforderungen des demographischen Wandels. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird der Anteil der unter 20-Jährigen an der Gesamtbevölkerung bis 2020 um ca. 15 Prozent sinken. Die Gesamtbevölkerung hingegen schrumpft im gleichen Zeitraum nur um 2 Prozent. Diese Zahlen machen deutlich, dass die Politik im Sinne der Generationengerechtigkeit aufgefordert ist, Reformen anzupacken. Das betrifft nahezu alle politischen Bereiche, von der Gesundheits- und Sozialpolitik bis hin zur Infrastrukturpolitik und dem Städtebau. Dabei geht es eben nicht um ein Gegeneinander von Alt und Jung, sondern um ein Miteinander, um von einander zu profitieren, Chancen des demographischen Wandels zu nutzen, aber auch rechtzeitig die nötigen Reformen zu ergreifen.

3. Sie sind jüngster Abgeordneter des 17. Deutschen Bundestages. Welche Herausforderungen bringt dies mit sich?

Ich empfinde es allgemein als eine große Herausforderung, für die eigenen Positionen politische Mehrheiten zu finden und Abgeordnetenkollegen von diesen zu überzeugen – unabhängig von meinem Alter. Es ist aber auch richtig, dass ich als junger Mensch an der ein oder anderen Stelle sicherlich werde mehr kämpfen müssen als andere, um mich durchzusetzen. Ich bin in dieser Frage aber insgesamt zuversichtlich. Aktuell sind 17 Junge Liberale als Abgeordnete in der FDP-Bundestagsfraktion vertreten. Gemeinsam werden wir es mit Sicherheit schaffen, unseren Interessen Nachdruck zu verleihen.

4. Welchen Stellenwert hat das Internet für Sie in der politischen Kommunikation?

Das Internet bietet ganz neue Kommunikationsmöglichkeiten. Auf der einen Seite erhalten die Bürger einen direkten Draht zu Ihren Abgeordneten. Dank des Internets können sie über die Homepage oder sozialen Netzwerken den Kontakt suchen oder auf Nachrichten der Abgeordneten über Dienste wie Twitter und Blogs unmittelbar reagieren. Zum anderen erhalten wir Abgeordnete die Gelegenheit, z.B. über Twitter, die Menschen an unserem Alltag teilhaben zu lassen. Der Alltag von Politikern und demokratische Prozesse werden dadurch transparenter.

5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?

Bringt Euch ein! Engagiert Euch für Eure Interessen, denn nur so könnt Ihr etwas bewegen und zugleich sicherstellen, dass nicht über Eure Köpfe hinweg Entscheidungen getroffen werden, die Euch nicht gefallen oder Euren Interessen zuwider laufen.

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