5 Fragen an Bundesminister Olaf Scholz, MdB

von duwählst.de am 02.09.2009

1. Wer sind Sie und was machen Sie?

Ich bin Olaf Scholz und ich bin Hamburger. Ich vertrete meinen Wahlkreis Hamburg-Altona als direkt gewählter Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Als Bundesminister für Arbeit und Soziales bin ich seit 2007 Mitglied der Bundesregierung.

2. Wofür setzen Sie sich besonders ein?

Ich bin in die SPD eingetreten, weil ich etwas für Gerechtigkeit tun wollte. Darum geht es mir auch heute noch. Mich bewegen dabei drei Grundsätze: Wer sich anstrengt muss etwas davon haben. Deshalb kämpfe ich für Mindestlöhne. Jeder, der sich Mühe gibt, muss sein Leben verbessern können. Wir brauchen ein durchlässigeres Bildungssystem, damit keiner auf unüberwindbare Hürden stößt. Schulabbrecher müssen eine zweite Chance bekommen. Technikern und Meistern, die studieren wollen, müssen wir dies ermöglichen. Und schließlich: Niemand darf am Wegesrand zurückgelassen werden. Auch in der nächsten Legislaturperiode werde ich mich für Zusammenhalt und Solidarität in unserer Gesellschaft einsetzen.

3. Warum Ihre Partei zur Bundestagswahl 2009 wählen?

Nur mit der SPD in der Regierung wird soziale Politik gemacht. Wir wollen gute Löhne für gute Arbeit und deshalb den Mindestlohn verankern und ausbauen. In unserer Gesellschaft müssen alle faire Chancen bekommen. Wir Sozialdemokraten setzen uns für eine erstklassige und gebührenfreie Bildung und genügend Ausbildungsplätze, für die echte Gleichstellung von Frauen und bessere Unterstützung von Familien ein. Und wir kümmern uns um die, die nicht so gute Startchancen haben. Bei einer Regierung aus Union und FDP ist unser Sozialstaat hingegen ernsthaft in Gefahr.

4. Welchen Stellenwert hat das Internet in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009?

Das Internet gehört inzwischen einfach dazu und wird als Informations- und Kommunikationsplattform in Zukunft immer wichtiger werden. Die Wähler können sich individueller und direkter informieren und in größerer Zahl untereinander und mit den Politikern interagieren. Diese Entwicklung finde ich gut. Deshalb bin ich im Internet aktiv. Die persönliche Begegnung ersetzen kann es aber nicht. So viel Zeit wie möglich bin ich deshalb in meinem Wahlkreis auf der Straße und mit Veranstaltungen unterwegs.

5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?

Die SPD kämpft seit 146 Jahren für Demokratie und Gerechtigkeit. Die Aufgabe ist noch nicht erledigt. Am 27. September ist es wichtig, zur Wahl zu gehen, auch damit keine Braunen ins Parlament kommen, sondern demokratische Parteien dieses Land regieren.

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