5 Fragen an Andrea Nahles, MdB

von duwählst.de am 29.08.2009

1. Wer sind Sie und was machen Sie?

Ich heiße Andrea Nahles. Ich bin stellvertretende SPD-Vorsitzende und im Team Steinmeier für Bildung und Integration zuständig. In der SPD-Bundestagsfraktion bin ich arbeits- und sozialpolitische Sprecherin.

2. Wofür setzen Sie sich besonders ein?

Frank-Walter Steinmeier hat mich gebeten, in seinem Kompetenzteam den Bereich Bildung und Integration zu übernehmen. Hier gibt es viel zu tun: Bildung ist ein Menschenrecht und gleiche Bildungschancen eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Es geht darum, dass alle Jugendlichen einen Berufsabschluss oder Abitur bekommen. Ein Ziel, das ich seit meiner Zeit als Juso-Vorsitzende verfolge. Bei der Bildungspolitik lohnt es sich, auf die Erfahrungen in Rheinland-Pfalz zurückgreifen, wo es zahlreiche vorbildliche Projekte gibt, vom Ganztagsschulprogramm über die Sprachförderung und Schulsozialarbeit bis zum Programm Schule-Wirtschaft-Arbeitsleben.

3. Warum Ihre Partei zur Bundestagswahl 2009 wählen?

Wir wollen faire Bildungschancen für alle - eine gebührenfreie Bildung von der Kita bis zur Hochschule. Wir stehen zum kostenfreien Erststudium bis zum Master. Mir persönlich ist es wichtig, dass bei Bildung und Ausbildung Jugendliche mit Migrationshintergrund mehr Chancen bekommen. Bildung ist der Schlüssel für eine bessere Integration in Gesellschaft und Arbeitswelt. Gleichzeitig sind die besonderen Erfahrungen und Kompetenzen von Migranten eine wichtige Bereicherung, die im Bereich der Bildung viel stärker genutzt werden sollten, weil in einer zunehmend globalisierten Wirtschaft Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen immer wichtiger werden. Wir setzen die Bereiche Bildung und Integration in einem zentralen Kompetenzfeld zusammen. In Bildung muss auf allen Ebenen mehr investiert werden.

4. Welchen Stellenwert hat das Internet in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009?

Das Internet spielt eine Schlüsselrolle um breite Wählerschichten anzusprechen, denn drei Viertel der Haushalte in Deutschland haben einen Internetzugang. Es ist aber nicht alleine Wahl entscheidend. Es geht darum, alle Kommunikationswege zu nutzen. Ich bin viel unterwegs in Deutschland. Dabei ist mir klar geworden: Persönliche Begegnungen zählen.

5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?

Demokratie braucht Demokraten, die sich aktiv einbringen. Ohne geht es schlicht nicht. Gehen Sie deshalb wählen!

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