5 Fragen an Dr. Carola Reimann, MdB

von duwählst.de am 12.08.2009

1. Wer sind Sie und was machen Sie?

Mein Name ist Carola Reimann. Ich wurde vor 42 Jahren in der Kleinstadt Goch am Niederrhein geboren. Für mein Studium der Biotechnologie bin ich dann nach Braunschweig, die zweitgrößte Stadt Niedersachsens, gezogen. Nach meiner Promotion habe ich zwei Jahre im Bereich Public Health und medizinisches Marketing gearbeitet. Seit 2000 bin ich Mitglied des Deutschen Bundestages. Ich vertrete den Wahlkreis Braunschweig als direkt gewählte Abgeordnete. Außerdem bin ich gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Mitglied im Vorstand des SPD-Fraktionsvorstandes, Mitglied im Vorstand der SPD-Landesgruppe Niedersachsen und Mitglied im Ethikbeirat.
Ich bin Mitglied im „Team Steinmeier“, dem Kompetenzteam des SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier. Dort bin ich zuständig für die Hochschul- und Forschungspolitik.
Wenn meine Arbeit es zulässt, mache ich in meiner Freizeit gerne Sport (Jogging, Pilates und Yoga).

2. Wofür setzen Sie sich besonders ein?

Natürlich bewegen mich als Gesundheitspolitikerin Fragen zur Zukunft des Gesundheitswesens sehr stark. Wir stehen in diesem Bereich vor der Herausforderung sich ständig wandelnder Rahmenbedingungen, an die unser Gesundheitssystem angepasst werden muss. Für mich ist dabei entscheidend, dass wir hierbei den Grundpfeiler unseres Gesundheitssystems, das Solidarprinzip, erhalten und weiter stärken. Auch in Zukunft muss jeder Zugang zu medizinischen Leistungen auf hohem qualitativem Niveau haben. Als Biotechnologin und Mitglied im „Team Steinmeier“ bewegen mich vor allem Fragen der Hochschul- und Forschungspolitik. In diesem Bereich will ich auch Akzente setzen, z.B. bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

3. Warum Ihre Partei zur Bundestagswahl 2009 wählen?

Weil wir die besseren Ideen haben! Die SPD will Deutschland stärker und solidarischer machen.

Das sind unsere Ziele:

  1. Alle sollen Arbeit haben, gerecht entlohnt.
  2. Alle Jugendlichen sollen einen Schulabschluss und Bildungsabschluss haben. Faire Bildungschancen für alle.
  3. Deutschland soll Ideenschmiede der Welt in Sachen Klimaschutz werden. Wir wollen die Klimaziele erreichen und die umfassende ökologische Modernisierung voranbringen.
  4. Wir wollen Familien stärken. Die Lage der Alleinerziehenden wollen wir deutlich verbessern.
  5. Wir wollen die Gleichstellung von Männern und Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen weiter voranbringen.
  6. Wir wollen, dass Integration, v.a. von Kindern und Jugendlichen, besser gelingt. Integration ist eine zentrale Aufgabe für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.
  7. Im ersten globalen Jahrhundert kann und will Deutschland nicht alleine agieren, sondern als wichtiger Teil Europas.
  8. Wir wollen einen Neustart der sozialen Marktwirtschaft, sie braucht frische Impulse und entschlossenes Handeln.

4. Welchen Stellenwert hat das Internet in diesem Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009?

Ich denke, dass das Internet in diesem Wahlkampf tatsächlich an Bedeutung gewonnen hat. Bisher waren die Abgeordneten über ihre Homepages und über Abgeordnetenwatch für die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Mittlerweile wird aber viel über die sogenannten sozialen Netzwerke kommuniziert. Vor allem Jugendliche und jüngere Wählerinnen und Wähler, die sonst vielleicht gar keinen Kontakt zu ihren Bundestagskandidatinnen und -kandidaten hätten, lassen sich auf diesem Weg unkompliziert erreichen und sie erreichen wiederum mich ganz einfach. Ich sehe das Internet als große Chance, politische Themen besser zu vermitteln. Ich habe Profile bei StudiVZ/MeinVZ, Facebook, Xing, Flickr und Youtube. Auf diese Art und Weise kann ich Interessierte mit Statusmeldungen, Links, aktuellen Fotos und Videos ganz einfach und vor allem zeitnah auf dem Laufenden halten. Gleichzeitig darf man meiner Meinung nach die Wirkung des Internets aber nicht überschätzen. Die „alten“ Medien wie Radio, Fernsehen und die Printmedien erreichen nach wie vor noch mehr Leute. Und am wichtigsten ist mir immer noch der direkte Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort.

5. Ihr Schlussstatement an die Mitglieder von duwählst.de?

Nutzen Sie Ihre Stimme und gehen Sie wählen. Überlassen Sie diese Entscheidung nicht den Anderen!

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